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Veranstaltungen Konzerte Dr. Jim Franklin  Deutschland   

Sonne - Mond

Sonne - Ton

Dr. Jim Franklin

Komponist und Shakuhachi-Meister (Shihan)

Deutschland:     

Ottensooser Weg 1

D-91207 Lauf   

Tel. 01923 961935 

Handy 0172 1590514

E-Mail: dr_jim_franklin@hot mail.com

Klang als Spiegel : ICHI ON JOBUTSU

Neue CD von Jim Franklin:

“DNDie Stille hören / Hearing Stillness” Traditionelle Honkyoku (Zen-Stücke) für Shakuhachi aufgenommen in den Abteikirchen der Benediktinerklöster in Beuron und Neresheim im März 2001.

Bezug in Deutschland:

Ottensooser Weg 1, D-91207 Lauf, Tel. 01923 961935, Handy 0172 1590514

E-Mail: dr_jim_franklin@hotmail.com.

Preis DM 30,- Euro 15,- zzgl. Porto.

 

Dr. Jim Franklin

Komponist, Shakuhachi-Meister (Shihan) und Lehrer

Jim Franklin wurde 1959 in Sydney, Australien geboren. Mit neun Jahren begann er, Klavier zu spielen. Ab 1977 studierte er westliche klassische Musik an der University of Sydney, mit Schwerpunkt Komposition. Nach dem Studienabschluss in Australien wohnte er mehrere Jahre in Europa; in dieser Zeit dehnte sich seine Tatigkeit auf elektronische Musik sowie Kompositionen für akustische Instrumente aus. Zu dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse an Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern, besonders in den Bereichen der bildenden Kunst und des Tanzes. Seither erhielt er mehrere Aufträge und Preise als Komponist/Aufführender für kollaborative Projekte in Australien sowie im Ausland.

Nach seiner Rückkehr 1986 wurde die Begegnung mit dem Shakuhachi-Großmeister Riley Lee entscheidend. 1988 nahmen Riley und Jim eine erste CD zusammen auf; dies war die erste in einer Reihe erfolgfeicher Kollaborationen, darunter CD-Aufnahmen, Kompositionsaufträge und Konzerte.

Durch diese Begegnung wurde Jim inspiriert, und fühlte sich zu der Shakuhachi berufen. Er wurde Schüler von Riley Lee. 1996 erhielt Jim Franklin das sogennante Asialink-Stipendium für Japan, um als Gastkomponist an Kunitachi Musikhochschule Tokyo tätig zu sein. Dies gab ihm die Möglichkeit, seine Shakuhachi-Ausbildung bei Katsuya Yokoyama, einem der höchstangesehenen Shakuhachi-Großmeister Japans, fortsusetzen und abzuschließen. Im Dezember 1996 wurde ihm den Titel Shihan (Shakuhachi-Meister) von Yokoyama-sensei verliehen. Im July 1998 folgte eine Einladung als Aufführender zum World Shakuhachi Festival in Boulder, USA. Daraus ergab sich eine Vertiefung des Kontakts zu Yokoyama-sensei, der als Ehrengast ebenfalls anwesend war. Im Oktober 1998 trat Jim mehrmals in Berlin, Frankfurt, Neresheim, Geislingen und Stuttgart bei Solo-Konzerten und auch mit der Gruppe Tokyo Inter-Arts auf. Im Juni/Juli  1999 trat er wieder in Deutschland auf, in Stuttgart (beim evangelischen Kirchentag), Nürnberg und Erlangen, und im Juni 2000 spielte und unterrichtete er in Stuttgart, Nürnberg, Würzburg und Konstanz.

Seit 1995 sind mehrere Shakuhachi-Aufnahmen und -Kompositionen von Jim Franklin auf CD erschienen, darunter Water Spirits (Celestial Harmonies 13160-2), eine Zusammenarbeit mit der Koto-Spielerin Satsuki Odamura; und Butsuga (Celestial Harmonies 13177-2), eine Solo-CD. Moon Road to Dawn (Celestial Harmonies 13180-2) ist eine Zusammenarbeit mit dem Spieler chinesischer Instrumente, Antony Wheeler.

Jim hat sich auch mit der spirituellen Dimension der Shakuhachi durch intensive Beschäftigung mit Zen-Buddhismus auseinandergesetzt. Seit 1986 ist er Mitglied des Sydney Zen-Zentrums und Schüler von Robert Aitken-Rôshi, in der sogenannten Sanbo Kyodan  (Orden der Drei Schätze) Tradition. Er hat auch mehrere Studienaufenthalte im Zen-Zentrum von Aitken-Rôshi in Honolulu unternommen.

Beruflich ist Jim Franklin im Bereich der Musikerziehung tätig; seit dem Jahr 1994 wirkt er als Dozent für Komposition und Musiktechnik an der University of Western Sydney, Nepean. 1998-1999 war Jim als Leiter des selbigen Musikinstituts tätig. 1997 schloss er seine Doktorarbeit (PhD) im Fachbereich Komposition ab. Sie beinhaltete eigene Kompositionen und theoretische Abhandlungen zu Werken für Shakuhachi als Schwerpunkt.

Zunehmend wird es Jim Franklin wichtig, die Shakuhachi und ihre meditative Musik in Ländern bekannt zu machen, die weniger direkten Zugang zu dem Ursprungsland Japan haben. Dies will verstanden sein als Dialog, nicht nur in Hinblick auf verschiedene Kulturen, sondern auch als Austausch verschiedener Religionen.

Shakuhachi: Spielen und Hören Lernen

Dr. Jim Franklin, Shihan

Die Shakuhachi, die klassische Bambusflöte Japans, ist ein sehr einfaches Instrument - täuschend einfach. Sie besteht aus einem Bambusrohr mit fünf Grifflöchern und geschliffener Blaskante, nichts mehr. Diese Einfachheit bewirkt auf der einen Seite, dass das Instrument sehr schwierig zum Spielen ist, da es kein Mundstück, Embouchure-Konstruktion oder ähnliches gibt, um dem Spieler dabei zu helfen. Auf der anderen Seite ermöglicht diese Einfachheit eine sehr feine Gestaltung des Tons durch Blastechniken, die den ganzen Körper und Geist miteinbeziehen.

Diese feine Gestaltung findet ihren tiefsten Ausdrück in den sogennanten Honkyoku, Stücken, die von Zen-Mönchen komponiert und als eine Art von Meditation gespielt worden und werden. Diese Art von Meditation wird Suizen genannt,buchstäblich 'blasendes Zen' oder 'blasende Meditation'. Die Honkyoku-Tradition besteht seit mehreren Jahrhunderten, und wird heute immer noch von Meister zu Schüler weitergegeben, obschon die größte Anzahl von den Meistern jetzt Berufsmusiker statt Mönche sind.

Die Honkyoku sind also nicht nur Musik, sondern auch ein gezielter Weg der Selbstentfaltung durch musikalische Meditation. Beim Lernen der Stücke wird mehr Wert auf das Tun gelegt und auf dem, was man dabei in sich erlebt, als auf das Endergebnis, und Grundlage dafür ist ein tiefes Hören. Man lernt dabei, immer mehr im jedem Augenblick des Tons völlig anwesend zu sein: so zu sagen, in die Töne hinein zu hören. Dies ist natürlich auch Grundlage von allem Musizieren, der Weg der Shakuhachi zielt aber ganz bewusst darauf hin, dieses tiefe Hören auszubilden.

Die Honkyoku (insgesamt 36 Stücke, nach der häufigsten klassischen Rechnung; es bestehen aber weitaus mehr) werden eins nach dem anderen einstudiert, und zwar normalerweise in Einzelunterricht beim Lehrer. Heutzutage dienen Partituren, mit japanischer Silbenschrift geschrieben, als Hilfsmittel; diese sind aber am besten Skizzen oder Gedächtnisstützen. Das eigentliche Lernen geschieht durch das Zusammenspielen und Mithören, durch die der Schüler äußerlich seine Spieltechnik und innerlich seine Empfindung der Stücke allmählich verfeinert. Dadurch wird der Lehrer nicht nur Erteiler der Unterricht, sondern auch wenigstens stückweiser Begleiter des Schülers auf dem Weg dieser Musik und des inneren Hörens. Dies geht einher mit der Pflicht des Lehrers, die Tradition weiterzugeben; in der Tat heißt das wort Shihan, das mit "Meister" übersetzt wird, eigentlich "musterhafter Lehrer", einer der die Tradition musterhaft weitergeben kann. Auf diese Art und Weise wird das teife Hören von Herz zu Herz übertragen, und der Weg der Shakuhachi bleibt eine lebendige Tradition.

Nach langjährigem Interesse an Shakuhachi und Studium des Instruments beginnend bei Dr. Riley Lee in Australien, hatte Dr.Jim Franklin das Glück, bei Katsuya Yokoyama, einem der angesehensten Speiler Japans, sein Studium fortzusetzen. 1996 erlebte er das weitere Glück, von Yokoyama-sensei den Titel Shihan ("Meister") der Shakuhachi verliehen zu bekommen. Eine Möglichkeit, seine Pflicht als Shakuhachi-Meister zu erfüllen, sieht er im Unterrichten des Instruments und Weitergeben der Honkyoku im deutschsprachigem Raum. Diese Aufgabe liegt ihm durch seine Kenntnisse der deutschen Sprache und im langem Kompositionsstudium erworbenen Kenntnisse der westlichen Klassik nah. Durch seine tiefe Ausbildung in westlicher Musik und in Shakuhachi, und durch sein Studium des Zen-Buddhismus bei Robert Aitken-Rôshi,  ist er besonders geeignet, europäischen Schülern den Geist der Shakuhachi nahezulegen.

 

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